Burnout aktueller Stand

Das Burnout-Syndrom ist zu einem der populärsten Beschwerdebilder in unserem Kulturraum geworden. Aktuell bestehen keine einheitliche Definition als Krankheit und keine eindeutigen diagnostischen Kriterien im ICD-10. In der Bevölkerung weitgehend akzeptiert, ist es im Arbeitsumfeld nach wie vor ein Tabu-Thema: Ausgebrannt zu sein steht als Indiz für mangelnde Belastbarkeit.

Der für eine erfolgreiche Therapie so wichtige Konsens zwischen Arzt und Patient ist unter diesen Umständen oft schwierig zu erreichen. Die Erhaltung oder Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit ist ab Beginn der Therapie ein zentrales Thema. Eine allfällige Krankschreibung muss durch weitere Interventionen begleitet sein; es geht darum, dass der Patient effizient und zielgerichtet an seiner psychischen und körperlichen Regeneration arbeitet. Dafür braucht es sorgfältige Abklärungen, die im Rahmen einer umfassenden Anamnese erhoben werden. Neben somatischen und psychischen Beschwerden werden auch soziale Aspekte beachtet. Der Patient wird über das geplante Procedere informiert und hat eine grobe Ahnung, wo er im Verlauf seiner Genesung steht.

Eine wirksame Therapie umfasst neben den individuellen Interventionen (Patient)auch strukturelle (Betrieb). Für letztere sind Gespräche mit dem Vorgesetzten und ev. der Personalabteilung wichtig.

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